Garmisch-Partenkirchen

Eckbauer und Partnachklamm

Fakten:
Schwierigkeit: Einfach, aber teilweise steil
Dauer: ca. 3 Stunden (normale Zeit)
Höhenmeter: ca. 500m Auf- und Abstieg
Eintritt Partnachklamm: 5 € Erwachsene / 2 € Kinder (2017)

Am 02.10.2017 bin ich von Garmisch-Partenkirchen zum Berggasthof Eckbauer hoch gewandert (ohne Lift) und durch die Partnachklamm zurück. Die Fahrt von Augsburg nach Garmisch-Partenkirchen hat ungefähr 1 Stunde und 40 Minuten gedauert. Man kann direkt vor dem Olympia-Skistadion parken und ein Tagesticket kostet lediglich 2,50 €. Da der Parkplatz aber an schönen Tagen sehr voll wird, gibt es die Möglichkeit in der Nähe des Kainzenbads zu parken. Dieser ist umsonst und man braucht maximal 10 Minuten bis zum Stadion. Nach dem Abstellen des Autos geht man am Kainzenbad Restaurant vorbei und orientiert sich an der Skischanze. Einfach am eingezäunten Fußballfeld entlang gehen.

Weg zum Parkplatz des Olympia-Skistadions

Um zum Eckbauer zu gelangen, geht man direkt nach dem Motorradtrail-Gelände links hoch. Wenn man weiter geradeaus geht, kommt man zur Sommerrodelbahn. Diese war aber nicht mein Ziel. Deswegen ging ich links hoch. Vor mir lag ein langer und steiler Anstieg. Der Weg war größtenteils eine Mischung aus Wald- und Schotterweg, das letzte Stück war geteert. Die Aussicht war überragend und man konnte an der allmählich sich verändernden Färbung der Bäume sehen, dass der Herbst bald bevorsteht.

Berge auf dem Weg zum Eckbauer

Aufgrund der warmen Sonne und des steilen Anstieges kam ich etwas ins Schwitzen. Zieht euch am besten atmungsaktive Kleidung an!

Es dauert ungefähr 1 ½ Stunden bis man beim Berggasthof Eckbauer angekommen ist. Der Gasthof liegt auf einer Höhe von 1236m und hat einen großen Außenbereich. Er ist im Sommer durchgehend von 10 bis 16:30 Uhr geöffnet (Mittwoch: Ruhetag). Bei dem Kaiserwetter war der Gasthof natürlich gut besucht. Ich kaufte mir etwas zu Essen und setze mich raus an die Bierbänke. Hier ein Bild von dem Ausblick auf das Wettersteingebirge:

Wettersteingebirge vom Eckbauer

Wenn die Möglichkeit besteht, kehre ich immer in Gasthöfen ein um eine Pause einzulegen und mich mit einer guten Mahlzeit zu stärken. Darüber hinaus habe ich aber trotzdem noch ein paar Kleinigkeiten zum Essen dabei (z.B. Obst). Was aber viel wichtiger ist: Habt immer genügend Trinken dabei! Jede Wanderung kostet euch neben der Kraft auch einiges an Flüssigkeit. Nehmt lieber einen Liter mehr mit als zu wenig.
Bevor es wieder runter ging, wollte ich eigentlich zu einem Aussichtspunkt. Da dieser aber nicht gut ausgeschildert war, habe ich den Weg dorthin leider nicht gefunden. Also machte ich mich auf den Weg Richtung Partnachklamm. Direkt als ich vom Eckbauer losging, fragten mich drei Schülerinnen wo ich herkomme. Da ich nicht den normalen Weg vom Eckbauer kam, habe ich sie wahrscheinlich verwirrt. Eigentlich hätte ich mir einen Spaß erlauben können und antworten, dass ich aus Augsburg komme. Das habe ich mir aber verkniffen und ihnen gesagt, wie es zum Eckbauer geht. Manchmal muss man Fragen nicht wörtlich nehmen und sich überlegen, was eine Person eigentlich in Wirklichkeit meint :) Weiter geht’s!

Der Weg war anfangs relativ breit und wurde dann immer schmaler und serpentinenmäßig. Auf dem Weg zur Partnachklamm kam ich als nächstes am Berghotel Graseck vorbei. Dort kann man auch eine Pause machen. Da ich aber schon eine am Eckbauer gemacht habe, bin ich erstmal rechts gegangen. Ich ging bis zur Almwirtschaft Hanneslabauer und drehte dann wieder um Richtung Klamm. Der weitere Weg bis zur Klamm war nun teilweise rutschig. Deswegen bin ich langsamer gegangen und habe mich am Holzgeländer abgestützt. Obacht!

Weg vom Berghotel Graseck zur Partnachklamm

Bevor man nun in die Partnachklamm hineingeht, habe ich mir noch die Partnach vor dem Eintritt in die Klamm angeschaut. Zu meiner Überraschung war dort eine Vielzahl von Steintürmen. Also wenn ihr dort seid, schaut es euch unbedingt an und baut selbst solch einen Steinturm!

Partnachufer Steinturm

Nun ging es hinein in die Partnachklamm. Der Weg den man beschreitet ähnelt teilweise einem Tunnel – es ist nass und dunkel. Schön sind dann immer die Stellen, wo man in die Klamm hineinschauen kann. Die Partnach strömt ununterbrochen und von oben tropft auch die ganze Zeit Wasser herunter. Dieses Naturschauspiel ist einfach nur wunderschön und ich kann jedem wärmstens empfehlen einen Ausflug in die Klamm zu machen! Im Winter soll das Wasser von oben teilweise zufrieren und es gibt lange Eiszapfen. Hier zwei Fotos von der Klamm:

Partnachklamm
Partnachklamm

Den Eintritt zahlt man beim Eingang der Klamm. Wenn man vom Eckbauer bzw. vom Grashotel Graseck kommt, bezahlt man allerdings erst unten. Falls man jedoch direkt durch den Eingang unten kommt, sollte man die Eintrittskarte behalten. Diese muss man dann nämlich nochmal vorzeigen, wenn man den gleichen Weg wieder zurück geht. Ich habe für mich als Erwachsenen 5 € bezahlt – für Kinder war der Preis bei 2 €. Meiner Meinung nach war die Klamm jeden Cent wert!
Nun ging es weiter auf einer Teerstraße zurück zum Parkplatz. Alternativ kann man auch eine Pferdekutsche anmieten und sich gemütlich hinunterkutschieren lassen. Für einen richtigen Wanderer ist das aber natürlich keine Option ;)

Wenn man schonmal in Garmisch-Partenkirchen ist, lohnt sich der Besuch des Olympia-Skistadions. Deswegen habe ich mir auf dem Rückweg noch kurz das Stadion angeschaut. An der Großen Olympiaschanze startet immer das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee. Ich konnte gespannt beobachten, wie kleine Kinder von der drittgrößten Schanze gesprungen sind. Das sah wirklich richtig gut aus. Ich glaube, ich würde mich das selbst nicht trauen! Hier ein Bild aller vier Schanzen:

Olympia Skistadion Garmisch-Partenkirchen

Als die kleinen „Flieger“ durch waren, ging es weiter zurück zum Auto. Für die ganze Wanderung mit Pause und Besuch der Klamm habe ich gute vier Stunden gebraucht. Mein Timing hätte nicht besser sein können. Kurz bevor ich ins Auto stieg, begann es zu regnen. Nochmal Glück gehabt :) Wieder zurück nach Hause!

Gesamtfazit: Die Wanderung zum Eckbauer ist eine kleine Herausforderung, aber auf jeden Fall mit etwas Kondition machbar. Wer möchte, kann alternativ mit dem Lift hoch. Unbedingt sollte man einen Besuch in die Partnachklamm machen – ein einzigartiges Naturschauspiel!

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