Berchtesgaden

Schönau am Königssee

Fakten:
Schwierigkeit: leicht
Dauer: ca. 6 Stunden (inklusive Schiffahrt, Einkehr, Pausen, Wanderung)

Am 28.04.2018 bin ich nach Schönau am Königssee gefahren. Die Fahrt zum Parkplatz Königssee/Jennerbahn hat von Augsburg aus ungefähr 3 Stunden gedauert – hierbei bin ich nicht durch Österreich gefahren, sondern vor Piding von der A8 runter, durch Bad Reichenhall und Bischofswiesen. Für das Navigationsgerät/Handy ist die Adresse: Seestraße 3, 83471 Schönau am Königssee. Die Tagespauschale beträgt 5 € - mit Gästekarte lediglich 2,50 €. Die Gästekarte erhält man, wenn man in einem Hotel/einer Pension in Schönau übernachtet (da ich aber erst am Abend eingecheckt habe, habe ich die 5 € gezahlt). Es gibt eine wirklich sehr große Anzahl an Parkplätzen. Meine Devise ist wie gehabt, lieber früher anreisen, dann hat man auch kein Problem einen Platz zu finden.

Vom Parkplatz aus (entsprechend wo man genau geparkt hat), braucht man ungefähr 10 Minuten zum Anlegeplatz. Da es ein wirklich schöner und sonniger Tag war, war natürlich der Andrang bei den Booten sehr groß. Für die Fahrt nach Salet und zurück zahlt man als Erwachsener 18,50 €. Man kann auch Einzelfahrten kaufen, diese sind aber in der Regel ein paar Euro teurer als wenn man direkt die Hin- und Rückfahrt bucht. Der Vorteil von der Karte nach Salet und zurück ist, dass man bei den Zwischenstationen Kessel und St. Bartholomä aussteigen kann und die Fahrt zu einem späteren Zeitpunkt wieder nach Salet fortsetzen kann (wenn sich z.B. zuerst St. Bartholomä und die Eiskapelle anschauen möchte). Hinweis: Kessel ist eine Bedarfsanlegestelle für Wanderer. Möchte man dort aussteigen, muss man Bescheid geben bzw. wenn man von dort abgeholt werden möchte, muss man das Schild auf Gelb stellen. Am besten vorher informieren bzw. noch mal beim Kartenschalter/Schiffspersonal nachfragen.

Meine Bootsfahrt ging gegen 11:30 los und war wirklich fantastisch. Die Kapitäne haben über die Geschichte des Königssees gesprochen und ganz viele weitere Informationen erzählt, wie z.B. dass der See einer der saubersten Seen Deutschlands ist, an der tiefsten Stelle über 200 Meter tief ist und nur bestimmte Schiffe drauf fahren dürfen (die Schiffe laufen größtenteils mit Elektroantrieb). Das Highlight war die Echo-Wand. Hier hat einer der Kapitäne mit der Trompete ein Lied gespielt und man konnte das Echo davon hören – richtig stark! Die Zweimannbesatzung freut sich natürlich über ein klimperndes Echo in ihren Hut für ein abendliches Kaltgetränk ;) Wichtig: Es gibt leider keine Möglichkeit die Orte St. Bartholomä oder Salet zu Fuß zu erreichen. Man muss mit einem Boot fahren - was meiner Meinung nach überhaupt nicht schlimm ist.

Hier ein paar Impressionen von den Felsen und dem Königssee während der Schifffahrt:

Königssee

St. Bartholomä

Königssee

Die Fahrt nach Salet hat ungefähr 40 Minuten gedauert. Meine Ziele waren wie folgt: bei Saletalm etwas essen, dann zum Obersee, weiter zur Fischunkelalm und zuletzt zum Röth-Wasserfall zu wandern. Die folgenden zwei Bilder zeigen einmal ein Schild mit den Zielen und Zeiten und einmal die Saletalm:

Saletanlegestelle Schild
Saletalm

Also begab ich mich auf den Weg zur Saletalm. Nach einer Stärkung geht es nun weiter zum Obersee, was von der Saletalm ungefähr 15 Minuten gedauert hat. Die Aussicht und die Landschaft zum Obersee hin sind für sich schon wunderschön, aber der Obersee selbst hat es noch mal getoppt! Die prächtigen Farben sind einfach unbeschreiblich schön. Hier ein paar Eindrücke:

Obersee Hütte

Obersee

Obersee Hütte

Ich habe mich dann doch noch mal kurz umentschieden und bin vom Obersee direkt zum Röthbach-Wasserfall gegangen und habe dann auf dem Rückweg einen Abstecher zur Fischunkelalm gemacht. Was ich extrem gut finde sind die ganzen Schilder mit den Angaben wie lange es wohin dauert. Das habe ich bisher in dem Maße noch nirgends gesehen. Der Weg von der Saletalm bis zum Röthbach-Wasserfall dauert in der Regel ungefähr 1 Stunde 20 Minuten. Der größte Teil des Weges verzeichnet nur wenige Höhenmeterunterschiede. Bei einem Streckenabschnitt (ca. Hälfte des Obersees hin zur Fischunkelalm) gibt es eine gewisse Steigung und der Wanderweg ist ein wenig schmaler – dabei ist auf einer Seite eine Felswand und auf der anderen Seite ein Zaun. Also alles gut gesichert. Ab Höhe der Fischunkelalm wird es noch mal ein bisschen steiler, aber eigentlich ohne Probleme zu überwältigen.

Röthbachfall

Nach ungefähr 20 bis 25 Minuten kommt man am Röthbach-Wasserfall an. Ich habe eine kleine Pause etwas vor dem Wasserfall eingelegt und dabei einen sehr guten Blick gehabt. Mit einer Fallhöhe von insgesamt 470 Metern ist der Röthbachfall der höchste Wasserfall Deutschlands. Zur Wasseralm hätte man laut der Beschilderung über den Röthsteig 2 ¾ Stunden gebraucht (diese war zu dem Zeitpunkt geschlossen) und über den Landtalsteig 4 ¼ Stunden zur Gotzenalm (Einkehrmöglichkeit).

Hier noch mal ein schönes Foto, wenn man den Röthbach-Wasserfall im Rücken hat.

Röthbachfall Wanderweg

Danach bin ich zurück Rückweg zur Fischunkelalm. Dort konnte man aktuell nur Getränke kaufen. Ich habe noch ein wenig die Aussicht auf den Obersee genossen und habe ein paar weitere Fotos gemacht. Dann bin ich den ganzen Weg wieder zurück zur Saletanlegestelle. Eigentlich wollte ich noch bei St. Bartholomä aussteigen, da es aber zeitlich knapp wurde (im April fahren die Boote nicht so lange wie im Sommer und ich musste bis 18 Uhr in meiner Pension einchecken) bin ich direkt nach Schönau durchgefahren. Die Rückfahrt mit dem Boot ging schneller als die Hinfahrt.

Gesamtfazit: Der Königssee und Obersee in Schönau gehören zu den bekanntesten Seen in ganz Bayern (wenn nicht gar Deutschland). Ich empfehle jedem diese Seen zu besichtigen. Idealerweise früh anreisen und St. Bartholomä inklusive der Eiskapelle besichtigen (wird mein Plan für nächstes Mal sein). Die Wanderung ist abwechslungsreich und bietet eine wunderschöne Aussicht mit den Gebirgen und Seen. Also auf zum Königssee in Schönau :)

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