Bayerische Voralpen

Heimgarten & Herzogstand

Fakten:
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Dauer: ca. 5 Stunden
Strecke: ca. 11 Kilometer
Höchster Punkt: 1.790m

Kurzzusammenfassung: Herzogstandbahn (801m) – Heimgartenhütte (2:00 / 1.785m) – Heimgarten (2:05 / 1.790m) – Schlehdorfer Kreuz (2:40 / 1.640m) – Herzogstand Pavillon (3:00 / 1.731m) – Herzogstand Gipfelkreuz (3:05) – Martinskopf (3:20 / 1.674m) – Berggasthaus Herzogstand (3:35 / 1.575m) – Fahrenberg Kapelle (3:45 / 1.627) – Herzogstandbahn (5:00 / 801m)

Am 21.10.2018 bin ich zum Heimgarten und über den Grat zum Herzogstand in den bayerischen Voralpen beim Walchensee gewandert. Gestartet bin vom Parkplatz der Herzogstandbahn. Die Fahrt von Augsburg aus hat etwa 1 3/4 Stunden gedauert. Für das Navigationsgerät/Handy ist es die folgende Adresse: am Tanneck 6, 82432 Walchensee. Der Parkplatz bei der Bahn ist nicht allzu groß, deswegen würde ich eine frühe Anreise empfehlen. Besonders am Wochenende ist der Parkplatz sehr schnell voll. Die Tagespauschale beträgt 3 € - wobei ich gelesen habe, dass man nichts zahlen muss, wenn man vor 8 Uhr anreist (auf eigene Gefahr; kann es selbst nicht bestätigen).

Ich bin kurz nach 9 Uhr morgens vom Parkplatz ausgestartet. Man folgt dem Wanderweg E5 Richtung Heimgarten (gegenüber der Herzogstandbahn). Laut der Beschilderung dauert es 2 3/4 Stunden. Der Weg führt auch zum Herzogstand (4 3/4 Stunden) und zur Herzogstandbahn Bergstation (5 1/2 Stunden). Dies sind meistens Richtwerte, an denen man sich ganz gut orientieren kann. In der Regel ist man schneller unterwegs.

Achtet bitte darauf, dass ihr nach kurzer Zeit rechtzeitig rechts in die Sackgasse einbiegt, der weiter auf den Wanderweg E5 führt. Ich bin nämlich daran vorbeigelaufen und musste paar Meter zurücklaufen – einfach die Augen offen halten. Wenn man beim Forstweg angekommen ist, ist es von der Orientierung her auch viel einfacher. Wichtig: nehmt den Weg über die Ohlstädter Alm und nicht zur Schlucht-Sackgasse, diese führt nämlich nicht zum Heimgarten oder Herzogstand.

Der Wanderweg ist größtenteils ein treppenartiger Aufstieg (der Abstand ist mal kürzer und mal größer zwischen den Stufen) und man hat an vielen Stellen einen schönen Blick auf den Walchensee (wenn es nicht neblig ist, wie es bei mir gewesen ist). Hier zwei Fotos von dem Wanderweg:

Heimgarten Wanderweg
Heimgarten Wanderweg

Nach ca. 1 Stunde und 20 Minuten erreicht man die Ohlstädter Alm (1.423m). Der Wanderweg kurz davor ist dann nicht mehr treppenartig und geht sogar ein kleines Stück hinunter. Hier ein Foto mit Blick auf die Ohlstädter Alm und der nebligen Aussicht:

Ohlstädter Alm Wanderweg

Von der Ohlstädter Alm aus geht es den serpentinenartigen Weg recht steil hoch – ist aber gut machbar. Nach ungefähr 2 Stunden nach dem Start erreicht man die Heimgartenhütte (1.785m). Diese lädt zur Einkehr ein. Ich habe mir einen leckeren Marmorkuchen und einen Tee gegönnt. Da es weiterhin neblig war, konnte ich nur teilweise einen Blick auf das den Herzogstand und den Martinskopf werfen. Hier trotzdem ein Bild davon:

Heimgartenhütte Aussicht

Gestärkt ging es dann weiter auf den Heimgarten (1.790m) selbst – welcher ungefähr 5 Minuten von der Heimgartenhütte entfernt war. Hier habe ich dann noch eine ganz kleine Pause eingelegt um ein Foto vom Gipfelkreuz zu machen. Es war weiterhin stark neblig und deswegen konnte ich die Aussicht nur teilweise genießen. Da es aber sehr windig und kalt war, ging es relativ schnell wieder weiter. Hier noch das Bild vom Heimgarten Gipfelkreuz:

Heimgarten Gipfelkreuz

Nun geht es über den Grat Richtung Herzogstand. Der Grat ist relativ breit und an vielen Stellen gut gesichert. Trotzdem sollte man vorsichtig sein, auch weil auf dem Grat immer viele Leute unterwegs sind. Es gibt auch zwei bis drei Stellen, die etwas anstrengender sind. Die Wetterverhältnisse waren weiterhin neblig. Zwischen Heimgarten und Herzogstand gibt es noch das Schlehdorfer Kreuz (1.640m) – 35 Minuten vom Heimgarten entfernt. Das Schlehdorfer Kreuz ist nicht ausgeschildert, aber bei normalen Sichtverhältnissen ist es nicht zu übersehen. Sobald man auf der Höhe des Gipfelkreuzes ist, einfach nach einem Weg auf der linken Seite nach oben Ausschau halten. Hier ein Bild des Grates und ein Bild auf dem Weg zum Gipfelkreuz:

Herzogstand Grat
Schlehdorfer Kreuz Wanderweg

Nach einer kleinen Pause am Schlehdorfer Kreuz ging es wieder zurück zum Grat Richtung Herzogstand. Langsam wurde die Sicht besser und ich konnte den Herzogstand, den Fahrenberg und den Martinskopf erkennen (von links nach rechts). Hier ein Bild davon:

Herzogstand Grat Aussicht

20 Minuten später war ich am Pavillon des Herzogstandgipfels (1.731m) angekommen. Die reine Gehzeit von der Herzogstandbahn über den Heimgarten und den Grat zum Herzogstand waren somit insgesamt 3 Stunden. Eigentlich hat man vom Herzogstand einen guten Ausblick über den Walchen- und Kochelsee sowie eine Vielzahl an Gebirgen. Am Herzogstand ist immer viel los, besonders weil man mit der Herzogstandbahn einen Großteil der Strecke bequem überwinden kann. Ich habe eine Pause eingelegt und noch ein paar Fotos gemacht. Hier ein Foto, alles in Nebel getaucht, vom gegenüberliegenden Fahrenberg, dem Berggasthaus Herzogstand und dem Martinskopf (von links nach rechts):

Herzogstand Aussicht

Als nächstes ging es ein kleines Stück runter zum Gipfelkreuz des Herzogstandes. Der Weg dauert ungefähr 5 Minuten. Kurzer Halt und es ging weiter nach unten. Sobald man vom Herzogstand runter ist, geht es Richtung Martinskopf. Hier gibt es zwei Wege: vom Herzogstand runterkommend, kann man an der Bank, welche rechts zu sehen ist, vorbei und einen kleinen Trampelpfad nehmen. Dieser ist sehr schmal und relativ steil, wobei das letzte Stück über den normalen Weg geht. Hier zwei Bilder von dem Pfad:

Martinskopf Trampelpfad
Martinskopf Trampelpfad

Wem das nicht zusagt, kann den Weg Richtung Herzogstandhaus folgen und beim Schild des Martinkopfes den normalen Wanderweg nehmen.

Martinskopf Wegschild

Ich bin vom Herzogstand Gipfelkreuz über den Trampelpfad zum Martinskopf gegangen – das hat ungefähr 15 bis 20 Minuten gedauert. Vom Martinskopf (1.674m) hat man einen schönen Blick auf den Heimgarten, Herzogstand, Kochel-, Walchensee und den Fahrenberg. Folgend ein Bild vom Herzogstand mit dem Pavillon links und dem Gipfelkreuz rechts, sowie ein Bild vom Gipfelkreuz des Martinkopfes:

Martinskopf Aussicht Herzogstand

Martinskopf Gipfelkreuz

Nach einer kurzen Pause ging es nun den normalen Wanderweg hinunter und am Berggasthaus Herzogstand vorbei und Richtung Herzogstandbahn Bergstation. Man sieht linkerhand ein Schild, welches auf die Fahrenberg Kapelle (1.627m) hinweist (10 Minuten laut dem Schild). Es gibt noch mal einen kleinen Anstieg, welcher aber gut machbar ist. Ich habe vom Martinskopf bis zur Fahrenberg Kapelle ungefähr 25 Minuten gebraucht. Dort habe ich noch mal die schöne Aussicht genossen und ein paar Fotos gemacht. Hier ein Bild von der Fahrenberg Kapelle:

Fahrenberg kapelle

Wer möchte, kann direkt vom Fahrenberg zur Herzogstandbahn Bergstation gehen und diese nach unten nehmen. Ich habe die Bahn Anfang April 2018 wegen dem Schnee, der damals auf dem Weg lag, genommen. Dieses Mal, bin ich jedoch zu Fuß nach unten. Also wieder Richtung Berggasthaus Herzogstand und vor den Herzogstandhäusern den Weg Richtung Walchensee (Dorf) genommen. Hier der Wegweiser dazu:

Herzogstandhaus Wegweiser Walchensee Dorf

Der Weg war dann genau der gleiche, wie der Aufstieg zum Berggasthaus Herzogstand im April 2018. Ein normaler Wanderweg mit vielen Kehrtwenden. Ich war relativ schnell unterwegs und habe für den Abstieg 1 Stunde und 15 Minuten gebraucht. Hier noch zwei Fotos vom Weg:

Herzogstandhaus Wanderweg
Herzogstandhaus Wanderweg

Somit betrug die reine Gehzeit für die komplette Wanderung (exklusive Pausen) vom Parkplatz der Herzogstandbahn zur Heimgartenhütte, dem Heimgarten, über den Grat, mit Abstecher zum Schlehdorfer Kreuz, zum Herzogstand Gipfel und Gipfelkreuz, weiter zum Martinskopf, vorbei am Berggasthof Herzogstand, zur Fahrenberg Kapelle und schließlich wieder runter zum Parkplatz ungefähr 5 Stunden.

Gesamtfazit: Die Wanderung zum Heimgarten und über den Grat zum Herzogstand, inklusive einigen Abstechern, ist wirklich wunderschön. Man braucht schon etwas Kondition für den Anfangsteil zum Heimgarten, aber wenn man das schafft, ist der Rest auch machbar. Ich werde die Wanderung bestimmt noch mal bei gutem Wetter wiederholen. Klar, ist der Andrang bei den Bergen groß, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Einfach ein Klassiker, den jeder mal gemacht haben sollte :)

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