Ammergauer Alpen

Scheinbergspitze

Fakten:
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Dauer: ca. 3 Stunden 10 Minuten
Strecke: ca. 7 Kilometer
Höhenmeter: ca. 850m Auf- und Abstieg
Höhe: 1.929m
Einkehrmöglichkeit: nein
Schuhe: Wanderschuhe von Lowa*
Karte mit Wanderweg zur Scheinbergspitze

Kurzzusammenfassung: Sommerparkplatz der Scheinbergspitze (1.070m) – Scheinbergspitze (1:45 / 1.929m) – Sommerparkplatz der Scheinbergspitze (3:10 / 1.070m)

Am 03.07.2020 bin ich zur Scheinbergspitze (auch Scheinbergspitz genannt) im Naturpark Ammergauer Alpen gewandert. Der Startpunkt ist der Sommerparkplatz der Scheinbergspitze. Hierfür kann man nach Neualpgriess (82488 Ettaler Forst) suchen. Man fährt am Schloss Linderhof vorbei und folgt der Straße Richtung Österreich. Ungefähr 500 Meter vor der Grenze befindet sich der Wanderparkplatz auf der rechten Seite. Dieser ist kostenlos und kann von 5 bis 22 Uhr genutzt werden. Von Augsburg aus braucht man ungefähr 1 1/2 Stunden mit dem Auto. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Startpunkt leider nicht zu erreichen. Da der Parkplatz sehr klein ist, würde ich eine frühe Anreise empfehlen. Im Folgenden ein Bild vom Wanderparkplatz:

Sommerparkplatz Scheinbergspitze

Direkt beim Parkplatz steht auch ein Hinweisschild, welches die Gehzeit zur Scheinbergspitze mit 2 1/2 Stunden angibt. Nun biegt man rechts ein, überquert einen kleinen Bachlauf und folgt der Forststraße. Nach ungefähr 10 Minuten erkennt man im Linksbogen einen Pfad, der rechts von der Forststraße in einen Steig mündet. Dort sind 2 Hinweisschilder, auf dem einen ist die Aufstiegszeit mit 2 1/4 Stunden angegeben. Zur Veranschaulichung hier ein Bild von der Abzweigung in den Steig:

Abzweigung zum Steig der Scheinbergspitze

Der Steig geht nun teilweise serpentinenartig hinauf und ist eine Mischung zwischen Kieselweg, stufenartigem Anstieg und normalem verwurzeltem Wanderweg. Größtenteils hat man links und rechts Bäume. Hier zwei Bilder davon:

Steig der Scheinbergspitze
Steig der Scheinbergspitze

Da es an dem Tag geregnet und genieselt hat, bin ich ein wenig langsamer als sonst gegangen und habe noch mal extra aufgepasst. Mit etwas Glück kann man bei solch einem Wetter einer besonderen Tierart begegnen: dem Alpensalamander (Salamandra atra). Diese kommen bei Regen oft zum Vorschein. Insgesamt habe ich auf dem Weg ungefähr 10 dieser Tiere gesehen. Sie waren immer auf dem Wanderweg selbst. Passt deshalb bitte auf, dass ihr nicht aus Versehen auf eines der Tiere drauftretet. Hier noch zwei Bilder von den Alpensalamandern:

Alpensalamander
Alpensalamander

Dem Weg folgend kommt nach ungefähr 1 Stunde und 10 Minuten (2,8 Kilometer) wieder ein Wegweiser mit der Aufschrift „Scheinbergspitze“. Nach 5 weiteren Minuten erreicht man eine Latschengasse. Teilweise muss man hier einige Steilstufen überwinden und die Hände zur Hilfe nehmen. Dies ist aber sehr gut machbar und mit ein wenig Trittsicherheit auch gar kein Problem. Hier ein Bild vom Eingang der Latschengasse sowie zwei der Steilstufen:

Latschengasse bei der Scheinbergspitze

Steilstufen bei der Scheinbergspitze
Steilstufen bei der Scheinbergspitze

Gute 5 Minuten vor der Scheinbergspitze gibt es noch einen kleinen Vorgipfel, wo man eine super Aussicht hat und den eigentlichen Gipfel mit dem Gipfelkreuz erkennen kann. Nun geht es ein paar Meter in die Senke hinunter und dann wieder nach oben Richtung Gipfel. Hier ein Bild vom Vorgipfel aus auf die Senke und den Hauptgipfel (wegen der Wetterverhältnisse ist der Gipfel ein wenig schwierig zu erkennen) sowie ein Bild vom Gipfelkreuz der Scheinbergspitze:

Scheinbergspitze vom Vorgipfel aus
Gipfelkreuz der Scheinbergspitze

Nach rund 1 Stunde und 45 Minuten und einer Strecke vom 3,5 Kilometern habe ich den Gipfel der Scheinbergspitze (1.929m) erreicht. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Gebirge, unter anderem Hochblasse, Hochplatte, Geiselstein, Geierköpfe, Kreuzspitze, Laber, Kuchelbergspitze und Große Klammspitze. Hier leider nur ein paar wenige Eindrücke, da wegen der Wetterverhältnisse die Sicht nur eingeschränkt war:

Aussicht von der Scheinbergspitze

Aussicht von der Scheinbergspitze

Aussicht von der Scheinbergspitze

Nach einer Pause ging es für mich wieder den gleichen Weg nach unten. Bei den Steilstufen empfehle ich rückwärts hinunter zu gehen (mit dem Gesicht zum Berg; also so wie man hochgekommen ist, nur nach unten gehend). Somit kann man das Risiko verringern auszurutschen, besonders wenn es so nass ist wie es bei mir der Fall war.

Vom Gipfel der Scheinbergspitze habe ich ungefähr 1 Stunde und 25 Minuten runter zum Startpunkt der Wanderung gebraucht. Somit betrug die insgesamte Gehzeit 3 Stunden und 10 Minuten und hatte eine Gesamtstrecke von ca. 7 Kilometern.

Gesamtfazit: Die Wanderung zur Scheinbergspitze ist eine leichte bis mittelschwere Wanderung. Teilweise hat man unterwegs schon eine schöne Aussicht, aber spätestens beim Vor- bzw. Gipfel ist die Aussicht wirklich überragend. Mit etwas mehr als 3 Stunden Gehzeit und einer Strecke von 7,1 Kilometern eignet sich die Wanderung auch als Halbtagestour und ist sogar bei nicht so gutem Wetter machbar. Ich würde es aber bei gutem Wetter empfehlen, da es sicherer ist und die Aussicht auch besser ist.

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